So schützen Sie Aluminium und Titanzink richtig vor Korrosion

Wer hochwertige Kantteile aus Aluminium oder Titanzink für sein Bauprojekt bestellt, möchte, dass diese auch nach der Lieferung in perfektem Zustand bleiben. Doch Vorsicht: Die Zeit zwischen Anlieferung und Montage ist kritisch. Eine unsachgemäße Lagerung kann zu irreparablen Korrosionsschäden führen, noch bevor das erste Blech verbaut ist. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie Ihre Metallprofile professionell lagern und vor gefürchteten Phänomenen wie "Weißrost" schützen.

Auszug (Key Points)

Die korrekte Lagerung von Aluminium- und Titanzinkprofilen ist essenziell für deren Langlebigkeit und Ästhetik. Hauptursache für Schäden wie Weißrost bei Titanzink oder Korrosionsflecken bei Aluminium ist Feuchtigkeit unter Luftabschluss (Kondensation). Profile sollten daher stets ausgepackt, trocken, gut belüftet und ohne Bodenkontakt (auf Paletten) gelagert werden. Eine Lagerung im Innenraum ist der Freiluftlagerung vorzuziehen. Sollte Material nass werden, ist eine sofortige Trocknung zwingend erforderlich. Der Schutz vor chemischen Einflüssen und das Tragen von Handschuhen bei der Montage runden den professionellen Umgang ab.

Lagerung Metallprofile

Das A und O: Trockenheit und Belüftung

Egal, welches Metall Sie lagern – Feuchtigkeit in Kombination mit stehender Luft ist der größte Feind Ihrer Profile.

Aluminium: Schutz der Sichtflächen

Aluminium ist für seine natürliche Oxidschicht bekannt, die es vor Umwelteinflüssen schützt. Dennoch ist die ordnungsgemäße Lagerung entscheidend, um Korrosionsschäden auf den sichtbaren Flächen zu vermeiden.

  • Witterungsschutz: Aluminiumprofile sollten grundsätzlich witterungsgeschützt gelagert werden.
  • Sofort-Maßnahme bei Nässe: Sollte die Umverpackung durchfeuchtet sein, muss das Material noch am gleichen Tag getrocknet oder verarbeitet werden.
  • Luftzirkulation: Achten Sie stets darauf, dass zwischen den Profilen eine ausreichende Luftzirkulation gewährleistet ist.

Titanzink: Die Gefahr von Weißrost

Bei Titanzink ist besondere Vorsicht geboten. Eine unsachgemäße Lagerung führt hier oft zur Bildung von Zinkhydroxid, besser bekannt als "Weißrost".

  • Atmung ermöglichen: Titanzink-Produkte müssen „atmen“ können. Entfernen Sie daher nach Erhalt die Verpackung vollständig und trennen Sie gestapelte Bleche voneinander.
  • Lagerort: Der ideale Lagerplatz ist sauber, trocken und gut belüftet – am besten im Innenbereich.
  • Taupunkt beachten: Lagern Sie das Material bei konstanten Temperaturen über dem Taupunkt, um Kondensation zu verhindern.

Praxis-Checkliste für die Baustelle

Wenn eine Lagerung im Freien unvermeidbar ist, sollten Sie diese so kurz wie möglich halten, da hohe Temperaturen den Korrosionsprozess (besonders im Sommer) beschleunigen. Folgen Sie diesen Schritten:

1. Kein direkter Bodenkontakt: Lagern Sie Profile immer auf Holz- oder Metallpaletten.

2. Schutzabdeckung mit System: Errichten Sie ein Gerüst um das Material und decken Sie es mit einer wasserdichten Plane ab. Wichtig: Lassen Sie genügend Platz zwischen Abdeckung und Blech für die Luftzirkulation.

3. Neigung einplanen: Lagern Sie die Pakete leicht geneigt, damit eventuelles Regenwasser sofort abfließen kann.

4. Regelmäßige Kontrolle: Überprüfen Sie den Lagerplatz täglich auf Nässe, auch durch nächtliche Kondensation.

Besonderheiten bei der Handhabung

Nicht nur die Lagerung, sondern auch der Umgang während der Montage beeinflusst die Optik.

  • Baumwoll-Handschuhe: Besonders bei walzblankem Aluminium oder Titanzink empfehlen wir das Tragen von Baumwoll-Handschuhen. Fingerabdrücke lassen sich sonst kaum vermeiden und können sich in das Material "einbrennen".
  • Kontaktverbot: Schützen Sie die Profile vor dem Kontakt mit anderen Metallen, Säuren oder Laugen.

FAQ: Typische Leserfragen

Mein walzblankes Blech hat leichte Kratzer – ist das ein Mangel?

Nein. Leichte Kratzer sind bei walzblanken Materialien aufgrund der geringen Dichte und Flexibilität üblich und kein Reklamationsgrund. Bei Titanzink verschwinden diese oft durch die natürliche Patinabildung (Selbstheilungseffekt) von selbst. Bei Aluminium hilft oft das Polieren mit etwas Scheuermilch oder Zahnpasta und einem weichen Lappen.

Warum ist Weißrost so problematisch?

Weißrost beeinträchtigt nicht nur die Optik, sondern kann die schützende Patinabildung des Zinks stören. Während die natürliche Patina (Zinkcarbonat) schützt, ist Weißrost (Zinkhydroxid) ein Zeichen für Korrosion durch mangelnde Belüftung.

Was tun, wenn das Blech doch nass geworden ist?

Sofort auspacken, einzeln aufstellen und gründlich abtrocknen. Nur durch schnelle Lufttrocknung können bleibende Flecken verhindert werden.

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